Blutentnahme

Neben der schulmedizinischen Basisdiagnostik ist bei der Laboruntersuchung zusätzlich eine tiefgreifende Beurteilung von Stoffwechsel und Immunsystem des Patienten sinnvoll und notwendig:

Mittels Lymphozyten-Typisierung und eventueller Titerbe- stimmung entsprechender Krankheitserreger (Viren, Bakterien, Pilze etc.) kann die aktuelle Abwehrlage des Patienten ermittelt werden, was vor allem bei der Behandlung chronischer Infektionskrankheiten, bei Allergien und in der begleitenden Krebstherapie notwendig ist.

Bei dieser Spezialuntersuchung werden die Lymphozyten (=weiße Blutkörperchen) des großen Blutbildes nochmals weiter in ihre Unterfraktionen aufgeteilt, um z.B. eine geschwächte von einer überschießenden Abwehrlage differenzieren zu können.

Sowohl die laborchemische Basisdiagnostik, als auch die speziellere Lymphozyten-Typisierung sind allerdings genauer betrachtet rein quantitative Blutuntersuchungen, das heißt, es wird ein Wert im Blut gemessen, der entweder innerhalb oder außerhalb (darüber oder darunter) des festgelegten Norm- bereiches liegt.

Eine Form der qualitativen Blutuntersuchung stellt die Dunkelfeldmikroskopie dar (siehe nächster Punkt), bei der mit Hilfe eines Blutstropfens des Patienten Aussagen über die Reinheit des Blutplasmas, die Form und Funktionsfähigkeit der roten und weißen Blutzellen und die Regulationsfähigkeit von Stoffwechsel und Abwehr getroffen werden können.